Wunschkinder

Wunschkinder

Erhältlich bei iTunes
Berlin 1999. Marie (Victoria Mayer) und Peter (Godehard Giese) wünschen sich nichts sehnlicher als mit einem gemeinsamen Kind eine Familie zu werden. Bereits dreimal blieb eine künstliche Befruchtung erfolglos, doch eine letzte Chance geben sie sich noch. Marie leidet unter der nervenaufreibenden Hormonbehandlung und macht sich insgeheim Sorgen, dass Peter sie aufgrund der Kinderlosigkeit verlassen könnte. Peter jedoch sucht parallel nach einer alternativen Lösung, einem Plan B: Und der könnte eine Adoption sein. Schnell wird klar, dass aufgrund seines Alters nur eine Auslandsadoption bleibt. Mit einem anderen Paar - Sandra (Silke Bodenbender) und Martin (Arnd Klawitter) -, das sie auf einem Informationsabend kennenlernen, beginnen sie zu recherchieren. Sie finden eine Organisation, die Kinder aus Thailand und Russland vermittelt. Die Anforderungen an die zukünftigen Eltern erscheinen machbar. Doch es kommt anders: Marie wird schwanger. Endlich! Voll des Glücks, abwartend vorsichtig erzählen Sie Ihren Familien und Freunden zunächst nichts von der Schwangerschaft. Auf der Silvesterfeier jedoch verkünden sie: „Wir sind schwanger“. Dann der Schock: Bei der Ultraschalluntersuchung sind keinerlei Herztöne des Kindes zu hören - Marie hat eine Fehlgeburt. Ist der Traum von der Familie damit endgültig ausgeträumt? Wochen später, Sandra und Martin haben inzwischen einen positiven Bescheid aus Thailand erhalten, entscheiden sich Marie und Peter endgültig für eine Adoption. Sie wollen es in Russland versuchen, auch weil Marie ein wenig russisch spricht. In Rekordzeit stellen sie alle Unterlagen zusammen und werden vom Jugendamt als geeignet eingestuft. Das zermürbende Warten beginnt. Nach einigen Monaten kommt die ersehnte Nachricht: Nina, 10 Monate alt und 2.700 km entfernt, ist für sie zur Adoption vorgesehen. Getragen von ihrer tiefen Sehnsucht, macht sich das Paar auf die lange Reise - in der Hoffnung, dass dies ihre letzte Reise zu zweit sein möge. Vor Ort werden sie herzlich von Sonja (Jana Lissovskaia), einer Mitarbeiterin des Adoptionsvereins, empfangen. Sie bringt sie ins Kinderheim und dolmetscht, so erfahren sie Ninas Vorgeschichte. Als sie die kleine Nina endlich treffen, verspüren beide sofort eine innige Zuneigung zu dem Kind. Die Kinderheimleiterin (Marina Weis) und auch Sonja machen ihnen Mut für die anstehende formale Verhandlung vor dem russischen Bezirksgericht. Die Adoption wird jedoch von der Richterin (Magdalena Kuta) überraschend verweigert, da Unterlagen russischer Behörden fehlen und ein Formfehler vorliegt: Ein ungerechtes Urteil - wie die Dolmetscherin anmerkt - und ein totales Desaster für Peter und Marie. Der Tiefschlag ist für beide kaum noch zu verkraften, haben sie nicht schon genug durchstehen müssen? Sie ahnen nicht, dass sie erst am Anfang einer Tour de Force gegen die russischen Behörden stehen - und vor der größten Herausforderung ihrer Beziehung. Denn während Marie und Peter um ihr zukünftiges Kind kämpfen, steht die Frage im Raum: Verfolgen sie noch das gleiche Ziel? Jeder für sich - und vor allem als Paar?
Hauptdarsteller Godehard Giese, Eva Meckbach, Ernst Stötzner
Regisseur Emily Atef