Wilde Überlebenskünstler - Wie Tiere schlafen

Wilde Überlebenskünstler - Wie Tiere schlafen

S1 F1: Schlaf ist genauso lebensnotwendig wie Essen und Trinken. Warum das so ist - wieso Menschen und Tiere überhaupt schlafen müssen - das ist noch immer eines der bedeutendsten ungelösten Rätsel der Wissenschaft. Tiere haben sehr unterschiedliche Schlaf-Techniken entwickelt. Sogar Insekten brauchen tägliche Schlafpausen. Sie nicken aber meist nur für wenige Sekunden ein. Große und gefährliche Tiere, die keine natürlichen Feinde haben, schlafen am längsten und am tiefsten. Löwen zählen mit 13 Stunden am Tag zu den Rekordschläfern im Tierreich. Giraffen hingegen genügen weniger als zwei Stunden Schlaf. Als Pflanzenfresser verbringen sie die meiste Zeit des Tages mit Fressen und Wiederkäuen. Ein erstaunlicher Trick, den vor allem Vögel und Meeressäuger beherrschen, ist der Halbseitenschlaf. Dabei schlafen die Gehirnhälften abwechselnd - meist im Wechsel von wenigen Minuten. Auch die Augen bleiben dabei abwechselnd offen. Sie beide gleichzeitig zu schließen, wäre zu riskant. Doch wie Vögel im Flug schlafen, bleibt ein Rätsel. Wie beim Mauersegler, der, nachdem er als Jungtier flügge wird und das Nest verlässt, für 21 Monate nicht mehr landet. In den knapp zwei Jahren bis zu seiner Geschlechtsreife lebt der Mauersegler ausschließlich in der Luft. Er legt dabei fast 400.000 Kilometer zurück - immer in Bewegung, ohne einmal anzuhalten. In dieser Zeit wird er im Flug fressen und trinken, sich putzen und sich paaren. Und natürlich auch im Flug schlafen.