Crocodile Tears
Der Ausdruck „Krokodilstränen“ wird verwendet, um Tränen zu beschreiben, die unehrlich sind. Er entstand, weil Krokodile dafür bekannt sind, Tränen zu vergießen, während sie ihre Beute verschlingen. Experten sagen, dass die Tränen unfreiwillig sind und möglicherweise von einer Überstimulation während des Fressens herrühren. Merkwürdigerweise verwenden Krokodile dieselben Zähne, mit denen sie ihre Beute beißen, auch zum Tragen ihrer Jungen. Vergießen sie dann auch Tränen, wenn sie ihre Nachkommen zwischen den Zähnen halten? Tumpal Tampubolons Debütfilm erkundet die emotionalen Komplexitäten zwischen Müttern und Söhnen, insbesondere bei autoritärer Erziehung, die Macht im Namen der Liebe ausübt. Johan ist ein junger Mann, der mit seiner Mama auf ihrer heruntergekommenen, kaum besuchten Krokodilfarm in West-Java lebt. Er hat nie darum gebeten, aber seine Mutter kontrolliert jede seiner Bewegungen. Die Farm steht im Mittelpunkt ihres Lebens, die Krokodile halten sie beschäftigt, und die Arbeit isoliert sie vom Rest der Welt. Doch das fragile Gleichgewicht ihres Alltags wird auf den Kopf gestellt, als eine junge Frau in Johans Leben tritt. Spannend, fesselnd und packend, erzählt „Crocodile Tears“ das Familiendrama über die intime und doch toxische Beziehung zwischen Mama und Johan. Priorisiert Mama wirklich Johans Wohl? Oder ahmt sie die Krokodile nach, deren Tränen Mitgefühl anzeigen könnten... oder gnadenlose Zerstörung?