Collection Ansorge
filmo veröffentlicht eine Reihe wunderbarer Animationsfilme des Ehepaars Gisèle und Nag Ansorge, die zwischen 1957 und 1991 entstanden sind. Es handelt sich um eine repräsentative Auswahl von Kurzfilmen aus dem Gesamtwerk der Ansorges, die von der Cinémathèque suisse restauriert wurden. Einige der schönsten Arbeiten sind in der von Gisèle Ansorge entwickelten Sand-Animation gestaltet: In «Anima» (1977) sind Lebewesen in ständiger Verwandlung, auch Körper, etwa von Mutter und Kind, fliessen ineinander über; ein Bonus der Collection zeigt ein Making-of von «Anima». «Les Corbeaux» (1967) erzählt ein fantastisch-schauerhaftes Märchen über die Abenteuer eines Reiters, «Le petit garçon qui vole la lune» (1988) fabuliert höchst phantasievoll davon, wie der Diebstahl eines Jungen mit den Mondphasen zusammenhängt. Gisèle Ansorge (1923–1993) und Ernest, genannt Nag Ansorge (1925-2013) haben mit ihren Animationsfilmen den nationalen und internationalen Trickfilm nachhaltig geprägt. Angeregt durch Arbeiten von Jiří Trnka, begannen sie mit einer Super-8-Kamera und animierten Puppen zu experimentieren. Vom Festival-Erfolg von «Les Corbeaux» ermutigt, schufen sie gemeinsam zehn weitere Kurzfilme.