Episode 10
S1, F8: In dieser Folge begibt sich Tattoo-Forscher Lars Krutak auf gefährliches Terrain: Im abgeschiedenen und für ausländische Besucher lange Zeit gesperrten Nordosten Indiens nimmt er im Bundesstaat Arunachal Pradesh Kontakt zum isoliert lebenden Stamm der Wancho auf. Die Menschen dort haben ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrer Haut. Mittels kunstvoller Tätowierungen bezeugen sie ihre Verbindung zum alles umfassenden Prinzip der Fruchtbarkeit. Gefürchtet waren die Wanchos aber vor allem wegen ihrer Kopfjagd-Tradition, die erst vor einigen Jahrzehnten aufgegeben wurde. Nur Krieger, die ihrem Häuptling die erbeuteten Köpfe von feindlichen Stammesangehörigen zu Füßen legen konnten, stiegen in der Rangordnung auf und durften sich über wichtige Privilegien freuen. Geblieben sind von dieser blutigen Tradition auffällige rituelle Tätowierungen im Gesicht sowie schwarz gefärbte Zähne, die den Look des Volkstammes prägen. Die entlegene Bergregion am Fuße des Himalajas ist aber nicht nur Heimat der einstigen Kopfjäger, sondern auch das Rückzugsgebiet militanter Rebellen, die eine Abspaltung von Indien erkämpfen wollen. Trotz der kritischen Lage erhalten Lars Krutak und sein Team als erste Dokumentarfilmer überhaupt eine Drehgenehmigung für das Gebiet der Wancho. In einem kleinen Dorf werden die Expeditionsteilnehmer freundlich aufgenommen, und Anthropologe Krutak erfährt wichtige Details über die Kultur und den traditionellen Körperschmuck des Stammes. Doch plötzlich kippt die friedliche Stimmung ...
