Sühne
S1, F3: Der dritte Film (1945 – heute) dokumentiert die Eskalation des NS-Zwangsarbeitersystems. Vor allem Juden erleiden das Schicksal der „Vernichtung durch Arbeit“. Während der Endphase des Krieges sterben immer mehr Zwangsarbeiter/innen bei der Arbeit, auf den Todesmärschen und durch Massenmorde. Nach dem Krieg wird in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR das Schicksal der Zwangsarbeiter/innen lange geleugnet, verschwiegen, beschwichtigt. Mit der Wiedervereinigung mündet die mangelhafte juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung des Verbrechens in einer eher symbolischen Wiedergutmachung – und selbst von den wenigen noch lebendenOpfern werden viele nicht entschädigt.
