FOLGE 1
Die Jahrhundertlawine
Anne und ihr Freund Marc haben Bereitschaftsdienst bei der Bergwacht in dem österreichischen Ort Vent, als sie zu einem Einsatz gerufen werden: Annes Bruder Michael schwebt in Lebensgefahr. Trotz größter Anstrengung schaffen die beiden es nicht, Michael zu retten und müssen hilflos mit ansehen, wie er in den Tod stürzt. An diesem Unglück zerbricht Anne und auch die Beziehung zu Marc, der Vent daraufhin den Rücken kehrt und so nie von der Geburt seines Sohnes Nik erfährt. Acht Jahre vergehen, bis Michaels Leiche gefunden wird. Um an der Beerdigung teilzunehmen, kehrt Marc ins tief verschneite Ötztal zurück. Aufgrund der angespannten Wetterlage häufen sich die Lawinenwarnungen. Doch der Bürgermeister will den Ort nicht evakuieren, weil er einen Imageverlust der Touristenregion befürchtet. Er erkennt den Ernst der Lage erst, als sich die Ereignisse bereits überschlagen: Kleinere Lawinenabgänge, gesperrte Brücken: Vent ist plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lawinengefahr wächst unaufhörlich weiter, bis ein dumpfes Grollen das Tal erschüttert. Die internationale, aufwendig inszenierte Co-Produktion 'Die Jahrhundertlawine' lehnt sich an die reale Lawinenkatastrophe von Galtür im Jahr 1999 an, ist jedoch eine rein fitkionale Geschichte. Das Tiroler Skigebiet Galtür erlangte traurige Berühmtheit, als dieses am 23. Februar 1999 von einer Lawine heimgesucht wurde, die 31 Menschenleben forderte. Aufgrund der schlechten Wetterlage war der Ort im Februar 1999 von der Außenwelt abgeschnitten. Hilfsmannschaften der Bergrettung, des Roten Kreuzes und des Bundesheers sowie Einheiten der Bundeswehr konnten nur mittels Hubschrauber eingeflogen werden. Die Dreharbeiten in München und dem Tiroler Bergdorf Vent dauerten von Februar bis April 2007. Die digitale Lawine entstand an den Computern der Münchener Videoeffekt-Spezialisten von Scanline.