Polizei

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Sport ist kein Mord, Teil 2: Gut ein Drittel aller Polizeibewerber scheiden in Bremen beim Sporttest aus. Bei den weiblichen Kandidaten sind es sogar fast 50 Prozent. Außer im Hochsprung versagen sie regelmäßig beim Bankdrücken und dem Weitsprung. Mit Übermut bringen sich dagegen häufig junge Männer in Bedrängnis. Durch Flüchtigkeitsfehler verlieren sie die Nerven. Nur wer im Sporttest der Polizei ausreichende Fitness vorweisen kann, hat eine realistische Chance, die Ausbildung später zu meistern. Der Schutzmann von heute muss Allroundsportler sein, so Walter Krause, Einstellungsberater in Bremen. Bei einer Verfolgungsjagd muss er in der Lage sein, über eine Mauer zu springen, oder auf ein Garagendach zu klettern, um den flüchtigen Täter, notfalls mit Gewalt, niederzustrecken. Auch bei der Polizei im Saarland will man nur noch Bewerber ausbilden, die ihren Körper bereits im Griff haben. In neun unterschiedlichen Disziplinen werden Koordination, Orientierungsfähigkeit, Ausdauer, Schnellkraft, Beweglichkeit und Gewandtheit getestet. Wer nur bei einer einzigen Übung versagt, scheidet sofort aus dem gesamten Prüfungsverfahren aus. Trotzdem erscheinen immer wieder Männer in der Turnhalle, die am Hochreck keinen einzigen Klimmzug schaffen oder Frauen, die schon bei der Hockwende über einen 90 cm hohen Kasten straucheln. Für 1100 Bewerber gibt es im Saarland 115 Ausbildungsplätze. In Bremen sind es 161 Stellen für 2600 Kandidaten. Das dreijährige Studium zum Polizeikommissar beginnt im Herbst, und nur die größten Talente werden genommen.

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