S1, F3: "Die Westküste Neuseelands – ein landschaftlich spektakulärer, aber für den Menschen gnadenloser Lebensraum. Im 19. Jahrhundert versuchten sich gescheiterte Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes im Westen. Davon zeugen noch heute verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Die Küste ist lediglich ein schmaler Streifen; ursprüngliche und weiße Strände, Wiesen auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den südlichen Alpen, die sich massig in die Höhe erheben. Dicht bewachsen von einem undurchdringlichen Regenwald, der von Sumpfgebieten durchzogen wird, taten sich die Siedler damals extrem schwer, das Gebirge zu überwinden. Im Dickicht des Regenwalds ist die Baumvielfalt immens. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen sind. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum."
