Wider Than the Sky
Was hat die Compagnie für zeitgenössischen Tanz von Sasha Waltz mit den KI-gesteuerten Robotern der ETH Zürich gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts. Bei genauerem Hinsehen entdecken wir, dass die Wissenschaftler ihre Algorithmen mit Tausenden virtueller Roboter trainieren, die durch Versuch und Irrtum lernen – genau wie Tänzerinnen und Tänzer. Beide nutzen Formen kollektiver Intelligenz, um besser zu werden. Ebenso wie die Forscher des Human Brain Project, die versuchen, die erste vollständige Karte des menschlichen Gehirns zu erstellen – mithilfe einer leistungsstarken künstlichen Intelligenz, die … vom menschlichen Gehirn selbst inspiriert ist. Weltbekannte Künstler und Wissenschaftler erkunden die unterschiedlichen Wege, die die künstliche Intelligenz in ihrer Entwicklung einschlägt. Von den Blackbox-Unternehmen, die die Entwicklung künstlicher Intelligenz geheim halten wollen, bis zu einem dramatischen Drohnenrennen, in dem Weltmeister gegen eine leistungsstarke künstliche Intelligenz antreten … der Film zeigt, wie nah wir einer Zeit sind, in der das, was weiter ist als der Himmel, sehr wohl kein menschliches Gehirn mehr sein könnte. Bewusstsein, Empathie, Vorstellungskraft, Gefühle … Gebiete, die einst dem gehörten, was wir Seele zu nennen pflegten: Können wir sie wirklich kartieren? Können wir sie auf die künstliche Intelligenz übertragen? In Wider Than the Sky sucht Valerio Jalongo nach Antworten auf diese Fragen und erkennt in der mitreißenden Ausdruckskraft einer Tanzcompagnie die lebendige Metapher einer geteilten künstlichen Intelligenz, die allen gehören wird. So finden wir uns in einer neuen Welt wieder … die viel näher ist, als man denkt, und in der Roboter Gefühle empfinden könnten. Eine Welt, in der Künstler und Wissenschaftler sich eine gemeinschaftliche Nutzung der künstlichen Intelligenz vorstellen, um zusammenzuarbeiten und eine positive Zukunft für die Menschheit zu gestalten.
