Die Welle
An einer amerikanischen Highschool versucht der Geschichtslehrer Ben Ross, seinen Schülern begreiflich zu machen, wie es im Deutschland der 1930er‑Jahre möglich war, dass eine ganze Gesellschaft dem Nationalsozialismus folgte. Da Diskussionen keine Antworten liefern, startet er ein Unterrichtsexperiment: Disziplin, Gemeinschaftssinn und bedingungsloser Gehorsam werden zur neuen Maxime. Was zunächst wie ein harmloses Rollenspiel wirkt, entwickelt rasch eine gefährliche Eigendynamik. Die Schüler finden Halt in klaren Regeln, Ausweisen und Symbolen – Außenseiter blühen auf, Zweifelnde werden ausgegrenzt. Mit jedem Tag wächst die Bewegung „Die Welle“, bis sie nicht mehr auf das Klassenzimmer beschränkt bleibt. Einzelne Schüler und auch Ross selbst erkennen zu spät, wie schnell Autorität, Gruppenzwang und Machtmissbrauch zu Unterdrückung führen können.